Wärmeschutz

Wärmetechnisch verbesserte Abstandhalter, wie sie für Warme-Kante-Systeme verwendet werden, zeichnen sich gegenüber herkömmlichen Abstandhaltern aus Aluminium durch eine geringere Wärmeleitung am Übergang von der Verglasung zum Rahmen aus. Rechnerisch wird diese Wärmeleitung als linearer Wärmedurchgangskoeffizient ψ dargestellt. Warme Kanten haben kleinere Psi-Werte, die in Abhängigkeit von Rahmen und Verglasung DIN EN ISO 10077 entnommen werden können. Außerdem hat der Bundesverband Flachglas repräsentative Psi-Werte für alle maßgeblichen europäischen Warme-Kante-Systeme ermittelt.

Der Wärmedurchgangskoeffizient Uw für das gesamte Fenster wird errechnet aus:
Uw = (Ug x Ag + Uf x Af + ψ x l)/Aw

Uw – Wärmedurchgangskoeffizient des Fensters
Ug – Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung
Ag – Fläche der Verglasung
Uf – Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterrahmens
Af – Fläche des Fensterrahmens
ψ – Linearer Wärmedurchgangskoeffizient des Randverbunds
l – sichtbare Umfassungslänge der Glasscheibe
Aw – Fläche des Fensters

Allein durch die Warme Kante lässt sich der Wärmeschutz eines Fensters bei ansonsten gleichem Aufbau um Größenordnungen von 0,1 bis 0,2 W/m²K verbessern. Der Architekt und Planer kann dadurch die Vorgaben der Energieeinsparverordnung EnEV besser einhalten, die Gebäudenutzer profitieren von der deutlichen Energie- bzw. Heizkosteneinsparung. Die Energieeinsparung führt außerdem zu einer geringeren Belastung der Umwelt mit CO2 und erhöht damit die Umweltverträglichkeit der Immobilie.