Dritte Dichtungsebene

Ein weiteres Auswahl- und Qualitätskriterium bei der Ausbildung des Randverbunds von Isolierglas stellt die Anzahl und Art der Abdichtungen für den Einschluss der Gasfüllung im Scheibenzwischenraum dar, denn der dauerhaft dichte Randverbund entscheidet maßgeblich über die Langzeit-Funktionalität der Isolierverglasung. Standard sind derzeit zwei Abdichtungsebenen: Der Raum zwischen den Scheiben und dem Abstandhalter wird lückenlos mit einer dauerelastischen Dichtstoffschnur auf der Basis von Polyisobutylen (Butyl) versehen, die auch das Eindringen von Wasserdampf in den Scheibenzwischenraum verhindert. Die zweite Dichtungsebene bildet ein dauerelastischer Dichtstoff außerhalb des Abstandhalterprofils bis zu den Scheibenkanten. Je nach Anwendung handelt es sich dabei um Polysulfid (Thiokol), Polyurethan oder – für freiliegenden Randverbund bei Structural Glazing und im Dachverglasungsbereich – um Silikon.

Wärmetechnisch verbesserte Randverbundsysteme der jüngsten Generation besitzen darüber hinaus eine dritte Dichtungsebene (z.B. Acrylkleber) und bieten damit eine zusätzliche Sicherheitsreserve.